Seit Sonys Ankündigung, die PSp Go! ausschließlich per Download mit Software zu versorgen, stehen viele Einzelhändler dem Gerät eher feindselig gegenüber. Sie ärgern sich, dass Sony es ihnen praktisch unmöglich macht, an der neuen Konsole mit zu verdienen. Hat ein Kunde nämlich eine PSP Go! erworben, gibt es keinen Grund, den Händler ein weiteres Mal aufzusuchen. Sämtliche Spiele werden über das PlayStation Network bezahlt und heruntergeladen, statt wie bisher als UMD im Laden gekauft. Der Effekt: Dem Einzelhandel brechen Umsatz und Profit aus dem Verkauf von Spielen einfach weg.

Inzwischen häufen sich daher Berichte über Händler, die die PSP Go! gar nicht erst in ihr Sortiment aufnehmen wollen. Genannt werden in diesem Zusammenhang bisher die niederländische Kette Nedgame und der australische Ableger von EB Games. Auch über Media Markt kursieren ähnliche Gerüchte.
Doch würde ein Boykott überhaupt etwas nützen? Analyst Michael Pachter rät zu Pragmatismus: "Elektronik-Geschäfte verkaufen Kühschränke, aber keine Lebensmittel. Alle verkaufen iPods, aber nicht die dazugehörige Musik. Der gesamte Standpunkt ist einfach lächerlich." Ob die Situation der PSP Go! und Sony schadet, dürfte sich schon bald zeigen. Die Markteinführung findet nämlich am 01. OKtober statt.
(PJ)
Quelle: kotaku.com, eurogamer.net