EA hat sich die Wirkung der FIFA 12 Demo sicherlich anders vorgestellt: Denn anders als erhofft sind Spieler der Demo nicht von der neuen Physik beeindruckt, sondern sammeln lieber massig witzige Videos, die eindrucksvoll beweisen, dass die neue Engine zumindest im nicht-finalen Zustand der Demoversion noch nicht wirklich für mehr Realismus sorgt.
Im echten Fußball gibt es manchmal kuriose Szenen, doch in der FIFA 12 Demo werden die Grenzen richtig ausgelotet: Da hüpft Messi schonmal auf einem Bein daher, während das andere in einem grotesken Winkel absteht, oder knallt nach einem erzielten Tor sehr unsanft kopfüber auf den Boden, während seine Mitspieler unbeeindruckt klatschen. Rivale Xavi will da in nichts nachstehen und segelt kurzerhand meterhoch durch die Luft. Wer in der FIFA 12 Demo zu Arsenal greift, kann unter Umständen beobachten, dass deren Form im Spiel ähnlich wie in der momentanen Wirklichkeit ist: Im Video stolpern zwei Spieler des Londoner Vereins direkt nach dem Anpfiff übereinander. Solche Szenen lassen den Verdacht aufkommen, dass die Physik-Engine zumindest im Zustand der FIFA 12 Demo elementare physikalische Gesetze wie die Schwerkraft außer Acht lässt.
Achtung: Ingameszenen und Trailer können für Jugendliche unter 16 Jahren ungeeignet sein.
FIFA 12 wird am 30. September 2011 erscheinen. Ob EA die Probleme vielleicht sogar bereits behoben hat, ist leider nicht bekannt. Sicher dürfte nur sein, dass der Hersteller und Publisher alles Erdenkliche tun wird, damit das fertige Spiel keine Fehler dieser Art produziert. Da bereits ein erster Test der Vollversion von FIFA 12 aber eine mehr als zufriedenstellende Wertung vergab, ist eher davon auszugehen, dass die Anzeigefehler aus dem Video sich auf die Demoversion beschränken.