Nachdem es aufgrund der Sex-Szenen im ersten Teil fast zum Eklat in den USA gekommen ist, entschärfte Bioware die erotischen Szenen in "Mass Effect 2".
Es macht den Anschein als sei der Entwickler vor der Kritik eingeknickt und habe daraufhin die Szenen verharmlost. Das sagen zumindest die eigenen Fans und werfen den Entwicklern Selbstzensur vor.
Stanley Woo von Bioware reagierte allerdings gelassen: "Es ist lustig zu sehen, dass Leute, die behaupten alt und erwachsen genug für Sex-Szenen in Spielen zu sein, ein Fehlen dieser gleich als Selbstzensur erachten. Sie scheinen nicht zu glauben, dass ein Spiel auch ohne explizite Sex-Szenen mit M eingestuft werden kann. Als ein Entwicklerstudio voll mit Erwachsenen, besitzen wir die Freiheit, ein Spiel auch ohne explizite Sex-Szenen zu veröffentlichen. Wir haben das nie als Problem angesehen, es ist einfach nur eine Entscheidung die wir getroffen haben. Und wir haben das Recht, diese Entscheidung zu treffen."
Letztendlich bleibt die Frage, ob ein Titel wie "Mass Effect 2" überhaupt auf derartige Szenen angewiesen ist. Die ohnehin sehr gute Story funktioniert auch ohne Sex-Szenen einwandfrei. Jedoch lässt sich durch entsprechenden Inhalt eventuell auch die Beziehung zweier Charaktere besser beschreiben und vertiefen. Beide Seiten sind also durchaus nachvollziehbar. Am Beispiel von "Mass Effect 2" zeigt sich jedoch - man kann es nie allen gleichermaßen Recht machen.
Wer sich die entsprechenden Szenen noch einmal anschauen möchte, findet sie hier.