Er sei zwar kein Befürworter eines kompletten Gewaltverbotes in Spielen, meine aber, dass "exzessive Gewaltorgien" wie "Der Pate" und "Grand Theft Auto 4" auf den Index gehörten. Ihm zufolge funktioniere der gegenwärtige Jugendmedienschutz nicht. Stattdessen wirke eine Klassifizierung ab 18 in den Augen von Jugendlichen "eher wie ein Ritterschlag".
Pfeiffer behauptet nicht, dass einzelne Spiele gewalttätig machen. Stattdessen vergleicht er gewalttätige Spiele mit Zigaretten: Nicht zwingend tödlich, aber sehr wohl schädlich. Argumente, dass Gewalt in GTA 4 zum Beispiel ironisch dargestellt werde, akzeptiert er nicht. Auch die Vorstellung, dass eine "mediale Auseinandersetzung mit Gewalt eine Kompensation für das Erleben echter Gewalt" repräsentiere, lässt er nicht gelten. Studien und Untersuchungen zeigen laut Pfeiffer, dass Spiele die Gewaltbereitschaft junger Menschen erhöhen und gleichzeitig die Fähigkeit zur Empathie senken. Er empfiehlt als Ventil für aufgestaute Aggressionen stattdessen Sportarten, die ein gewisses Maß an Gewalt enthalten, zum Beispiel Rugby.
Auch die aktuelle Version von "World of Warcraft" empfindet Pfeiffer als zu brutal. So sei das Spiel inzwischen keine "Märchenstunde" mehr, sondern enthalte Folterszenen und exzessive Gewalt. Er empfiehlt daher, die Altersfreigabe von zwölf auf 18 zu erhöhen. Allerdings lobt er WoW auch, da man dort Pflichtbewusstsein, Pünktlichkeit und herrschaftsfreie Kommunikation lerne.
Quelle: golem.de